Kassen möchten Einflluß auf die Krankenhauswahl bekommen

Nur so kann man eigentlich den Änderungsentwurf der Regierungskoalition verstehen. Der Entwurf sieht vor, dass die Kassen Ihre Mitglieder von der Zuzahlung bei einem Krankenhausaufenthalt (aktuell 10 Euro für max. 28 Tage) befreien können, wenn die Mitglieder in ein von der Kasse ausgewähltes Krankenhaus gehen.

Über diesen Weg hätten endlich die Kassen wieder die Möglichkeit über Wohl und Wehe von Kliniken zu entscheiden, was zu entsprechenden Veränderungen in der Krankenhauslandschaft führen wird.

SPD möchte den medizinischen Standard senken?

Die SPD möchte einen Gesetztesentwurf einbringen, nach dem Selbstzahlerleistungen bei einem Arzt nicht mehr an gleichen Tag eines Routinebesuches durchgeführt werden dürfen. Für wie unmündig halten Politiker eigentlich Ihre Wählerinnen und Wähler? Viele der so geschmähten IGEL Leistungen sind  Leistungen des Versicherungskataloges, welcher aber vorschreibt, wann zu Lasten der Kassen diese auch abgerechnet werden dürfen. Also mit Sicherheit kein Unsinn. Wird in Zukunft die Qualität einer Versorgung durch einen Politiker bestimmt?  Das diese Leistungen vielfach nicht mehr vergütet werden oder in s.g. Budgets verschwinden steht auf einem anderen Blatt.

Kitaplätze nur bei vollständiger Impfung

So die Forderung des Verbandes der Kinder- und Jugendärzte. so begrüssenswert die Forderung nach einem vernünftigen Impfstatus der Kinder zur Infektionsprophylaxe ja sein mag, aber eine Zwangsmaßnahme daraus machen? Vielleicht wäre es heilsamer, wenn Eltern ungeimpfter Kinder die dann eventuell eintretenden Infektionsfolgen, z.B. einer Hirnhautentzündung o.ä. nach Masern, selber tragen dürften? Schon schlimm genug, dass im englischsprachigen Raum die Röteln bereits „German-Measles“ genannt werden. Gibt es demnächst auch den German-Cough, da kaum Pertussis geimpft oder die German Polio, da in Deutschland kaum 60% gegen Kinderlähmung geimpft sind?

Über eine Million Frühgeborene

stirbt aufgrund von mangelhafter Versorgung jährlich. Der gößte Anteil davon in den Entwicklungsländern, in denen nicht einmal eine Grundversorgung der Kinder gwährleistet werden kann.  Die Organisation „Save the Children“ hat in einem Report Daten und Fakten auch für die entwickleten Länder zusammengestellt.

Wie allerdings die Rate an extremen Frühgeburten mit derjenigen von späteren Frühgeburten und den damit zusammenhängenden Überlebensquoten vergleichbar sein soll, erscheint mir unverständlich. Es ist erheblich mehr Aufwand zu betreiben um eine 25. Woche zu päppeln, als eine 32. Woche.