Pränataltests und die Geschlechtsdiagnose

Einige Patientinnen lassen im Rahmen der Schwwangerschaft einen vorgeburtlichen Test auf genetische Erkrankungen in nichtinvasiver Form (Blutentnahme bei der Mutter) durchführen, s.g. NIPT. Ein „Abfallprodukt dieser Test ist die Bestimmung des Geschlechtes. Der Test kann in den meisten Fällen problemlos ab der 11. Woche durchgeführt werden, das Ergebnis liegt häufig 4-5 Tage später vor. Daher werden wir auch gerne nach dem Geschlecht des Kindes gefragt, in der Annahme, wir würden dieses bereits durch den Test wissen, aber den Schwangeren Frauen „verheimlichen“ weil wir es vor der 14+0 Woche nicht bekannt geben dürfen.

Dem ist so nicht, das GenDG gilt für alle Beteiligten dieser Analyse, auch für die Firmen, welche den NIPT durchführen und das Ergebnis liefern. In den Ergebnisblättern steht daher bis zum 14+0 Tag lediglich ein Datum, an dem die Praxen dann erneut ein Fax oder einen Brief bekommen, in welchem das Geschlecht offen gelegt wird.

Nachbohren hilft also nicht……..

Schwangerschaftsbetreuung

Die Mutterschaftsrichtlinien, an die sich jeder betreuender Frauenarzt hält, sehen eine Reihe von Leistungen vor, die wir Ihnen selbstverständlich alle in unserer Praxis bieten.

Dazu gehören:

  • Blutgruppen, Rhesusfaktor- und Antikörperbestimmungen
  • Rötelntiter
  • Luesdiagnostik (Syphllis)
  • HIV- Testung (AIDS) – Auf Wunsch
  • Chlamydienabstrich aus dem Gebärmutterhals
  • Hepatitis B Diagnostik ab der 32. Schwangerschaftswoche

Bei krankhaften Befunden können weitere Ultraschalluntersuchungen und Doppleruntersuchungen (Durchblutungsdiagnostik) notwendig werden.

Während der gesamten Schwangerschaft sind 3 Basisultraschalluntersuchungen vorgesehen. Der zweite Ultraschall kann wahlweise als s.g. „Basisschall“ oder als s.g. „Erweiterter Basisschall“ durchgeführt werden. Beide Schall werden in der Praxis durchgeführt. Weitere Ultraschalluntersuchungen sind nicht Leistungsbestandteil der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge.

Zur weiteren vorgeburtlichen Diagnostik (Pränataldiagnostik) nach den Richtlinien muss bei Schwangeren, die 35 Jahre und älter bei der Entbindung sein werden, ein Amniocentese angesprochen werden. Diese wird auch bei bekannten Erberkrankungen und auffälligen Ultraschallbefunden als Kassenleistung angeboten.

Wir möchten Ihnen weitere Untersuchungsmöglichkeiten aber nicht vorenthalten und bieten Ihnen diese Zusatzdiagnostiik als selbst zu tragende Leistung an.