Schwangere – Achtung Hitze!

In den kommenden Tagen hat der Wetterbericht Temperaturen bis über 40 °C angekündigt. Diese Hitze ist für alle eine erhebliche Herz-kreislaufbelastung, speziell aber für (Hoch-)Schwangere.

Da wir alle bei diesen Temperaturen sehr schwitzen, ist die natürliche Reaktion viel zu trinken. Das ist auch korrekt, aber besonders Schwangere sollten darauf achten, dass sie nicht nur Leitungswasser oder stilles Wasser trinken, sondern dieses Wasser ausreichend Elektrolyte enthält. Falls sie sich nicht sicher sind, besorgen Sie sich in der Drogerie, in einem Supermarkt oder in der Apotheke eine Elektrolytlösung und fügen Sie diese dem Wasser hinzu.

2018 sind einige hochschwangere Frauen im Bürgerhospital stationär behandelt worden, weil diese korrekt viel getrunken hatten, leider fehlte der Flüssigkeit entsprechend der Mineralanteil. Dieses führte irgendwann dazu, dass sie ein Kreislaufversagen bekommen hatten.

Kassen zahlen!

Möglicherweise kommt es in den nächsten Monaten für Tausende von Frauen zu einer erleichternden Entscheidung! Seit Jahren existieren auf dem Markt Biomarker Tests, welche die Aktivität von Tumorgenen im Tumormaterial messen. Diese gehen auf unterschiedliche Art und Weise vor, einer der bekanntesten ist Onkotype DX. Wird dieser Test bei einer bestimmten Subgruppe von an Brustkrebs erkrankt Frauen eingesetzt, kann dieser dabei die Entscheidung unterstützen, ob eine Frau noch eine Chemotherapie benötigt, oder auf diese verzichtet werden kann. Dieses ist von erheblicher Bedeutung, da Chemotherapien bekanntermaßen erhebliche Nebenwirkungen haben können.

Natürlich wird dieser Test nicht bei allen an Brustkrebs erkrankten Frauen eingesetzt. Es gibt Gruppen bei dieser Erkrankung, bei denen von vornherein klar ist, das eine Chemotherapie unbedingt notwendig ist, oder unbedingt verzichtbar ist.

Im gemeinsamen Bundesausschuss (G – BA) wurde jetzt am 20.6.2019 der Beschluss gefasst, dass dieser Test unter bestimmten Voraussetzungen bei Frauen mit Brustkrebs eingesetzt werden soll und von den Kassen bezahlt werden soll.

Von welchen Kosten reden wir? Momentan kostet dieser Test circa 3.000 €!

Brückentag im Juni

Liebe Patientinnen, auch wir nutzen den Feiertag im Juni. Daher werden wir jetzt am kommenden Freitag den 21.6.2019 die Praxis geschlossen halten. Wir sehen uns, in hoffentlich alter Frische, am Montag wieder.

Ihr Team der Praxis

Fürchterlich!

Im Februar diesen Jahres gab die BILD eine Jubelmeldung über den Test auf Brustkrebs der Universität Heidelberg ab. Wie mittlerweile bekannt, existiert weder der marktreife Test, noch irgendwelche Studien dazu, welche aussagekräftig sind.

Noch schlimmer, die bekannten Daten weisen darauf hin, dass der „Test“ bei 46% aller Frauen fälschlicherweise einen Brustkrebs diagnostiziert hätte!

Diese Daten müssen wohl existiert haben, wie das RWI in Essen darstellt.

Für die Frauen eine grauenhafte Vorstellung, mit fast 50% Wahrscheinlichkeit durch einen Test zu einer Kranken gestempelt zu werden.

Reisezeit – Impfzeit

Schon gewusst? Auch wenn die Kassen gerne etwas sparsam mit den Ausgaben sind, viele erstatten Impfungen im Rahmen einer geplanten Reise. Hier finden Sie Informationen, welche Kassen welche Leistung erstatten. Natürlich sollten Sie trotzdem vorher Ihre Kasse befragen.

Die Not der Krankenhäuser

Krankenhäuser und Pflegeheime setzen seit Jahren auf Honorarkräfte, bedeutet, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche bei Engpässen in der personellen Situation eingesetzt werden, werden von extern für einen begrenzten Zeitraum beschäftigt. Das hat das Bundessozialgericht jetzt verboten. Damit müssen sich die Kliniken und Betreiber von Heimen oder anderen Einrichtungen auf einen Personalmangel einrichten oder mehr Personal fest einstellen. Beides, je nach Situation, eine kostspielige Variante.

Dagegen gibt es auch von der Seite der Beschäftigten Protest. Gerade z.B. Narkoseärzte sind bundesweit auf Honorarbasis unterwegs, ohne diese Tätigkeit wären manche Kliniken nicht mehr funktionsfähig. Auch diese Ärzte wollen vielfach keine Änderung dieser Beschäftigungsform, da sie nicht duaerhaft an einer Klink angestellt werden wollen. Sind wir mal gespannt, was daraus noch wird.