Änderung der Organspenderegelung?

Interessanter Artikel, heute in der FAZ online.

Gesundheitsminister Spahn möchte die Organspenderegelung, welche bislang in Deutschland gilt, ändern. In diesem Artikel wird sehr ausführlich darauf eingegangen, wie in anderen Ländern die Regelung der Organspende von statten geht. Ein wirklich wichtiger Artikel, um sich eventuell für oder gegen eine Organspende zu entscheiden.

Wenn wir an Organspende denken, denken wir meistens an Kriminalromane, bei den mafiöse Strukturen unschuldigen Menschen Organe entnehmen und ebenso mafiösen Personen die genügend Geld besitzen, einpflanzen.

Durchaus gab es in der Vergangenheit, auch in Deutschland, Probleme mit der Organspenderegelung, welche vor Jahren dazu geführt hat, dass ein massiver Einbruch der Spendewilligen zu verzeichnen war. Die Angst, das mit den eigenen Organen, wenn auch nach seinem eigenen Ableben, Schindluder getrieben wird, in welcher Form auch immer, treibt viele um. Dies führt dazu, dass viel zu wenige Organe gespendet werden.

Ehrlicherweise muss aber auch gesagt, dass es viele Menschen gibt, die für Organspenden gegebenenfalls garnicht in Frage kommen. Dazu gehören zum Beispiel Menschen mit chronischen immunologischen Erkrankungen, tumorerkrankte Patienten, Menschen unter einer akuten Chemo- oder Hochdosistherapie mit welchen Medikamenten auch immer, Menschen mit genetisch bedingten Erkrankungen oder auch Alkoholiker.

Ungewohnte Folge des Brexit für England

England hat vor Jahren die Gesetzgebung für Spender von Sperma geändert. Diese haben seit über zehn Jahren kein Anrecht mehr auf eine Anonymität, was dazu führte, dass die Anzahl von Spendern in England drastisch zurückgegangen ist. Aus diesem Grunde importierte England bislang große Mengen von Spendersperma aus den USA beziehungsweise gerade auch aus Dänemark.

Im Rahmen des Brexit würde das so nicht mehr möglich sein, da England neue Vertragsverhandlung mit diesen Ländern führen müsste.

Also für die Bewohner von England alles andere als ein Aprilscherz, sondern bittere Realität, dass es zu einem Engpass an „Material“ kommen könnte.

Hier die Quelle:

Krebsvorsorge ohne Abstrich?

In einem Beitrag des Ärztblattes wird eine Entscheidung der United States Preventive Services Task Force (USPSTF) zitiert, nach der in Zukunft eine Empfehlung des alleinigen Tests auf HPV alle 5 Jahre ab dem 30.-65. Lebensjahr in den USA empfohlen wird.  Momentan ist das konventionelle Screening in dieser Altersgruppe noch auf drei Jahre angelegt.

Berücksichtigt wird dabei, dass eine deutlich höhere Falsch-positiven Quote geben wird, als beim konventionnellen Test. Was deutsche Frauen nicht schocken sollte, dieses Vorgehen ist bei uns nicht geplant. Was mir sauer aufstösst, ist die Tasache, dass alle anderen Körperregionen, welche auch zur „deutschen Vorsorge“ dazugehören, völlig ausgeklammet werden. Frau besteht also ab 30 nur noch aus einem Gebärmutterhals.

Impfen, Impfgegner, Argumente

Momentan gibt es einige Meldungen zum Thema Kinderkrankheiten, Impfen und Impfgegner. Erstaunlich, denn die Sachlage ist seit Jahren dieselbe. Es gibt Menschen, welche Impfungen als schädlich ablehnen, andere lassen sich mit Impfungen versehen, welche ggf. nicht so wahnsinnig sinnvoll sind.

Vielleicht hat die Presse aufgehorcht, dass in Europa in den ersten sechs Monaten 2018 über 41.000 Menschen an Masern erkrankt sind. Über 70 sollen daran gestorben sein, die Meisten waren nicht geimpft. Leider ist es auch noch so, dass Erwachsene bei einem Infekt mit einer typischen „Kinderkrankheit“ heftiger reagieren, als die Kinder.

Einen guten Überblick über die Gemengelage zum Thema Impfen findet sich in der Zeit Online.

Haftpflicht macht den freiberuflichen Hebammen und den geburtshilflich tätigen Ärzten den Garaus

Sicher schon gelesen, die Prämien für Hebammen, welche in der Geburtshilde tätig sind steigen schon wieder. Dieses betrifft immerhin über 2.600 Hebammen bundesweit. seit dem 1.7.2018 zahlen diese Hebammen 8.174€, wobei ca. 50% durch die Krankenkassen übernommen werden. Zum 1.7.2019 und 1.7.2020 werden diese Prämien jeweils erneut nach oben angepasst.

Bei der sehr schönen Pressedarstellung geht völlig unter, dass bundesweit gerade im nichtstädtischen Bereich Ärzte gibt welche die komplette Geburtshilde abdecken – s.g. Belegärzte. Für dies steigt der Beitrag ebenfalls kontinuierlich, mittlerweile sind es bei Neuverträgen über 60.000€!! Leider beteiligen sich die Kassen hier nicht an den Kosten. Wir werden also in Zukunft eine weitere Ausdünnung der Entbindungsmöglichkeiten erleben, weil mehr und mehr Hebammen und Beleger den Job aufgeben. Es lohnt sich nicht, oder andersherum – es kostet nur noch!

Verhütung mit einem Ring für ein Jahr?

Ein US-amrikanischer Hersteller hat einen vaginalen Verhütungsring entwickelt, welcher wie die bereits auf dem Markt befindlichen Ringe für 3 von 4 Wochen eines Monats vaginal verbleibt, eine Woche entnommen wird und dann für insgesamt ein Jahr dieser Rhytmus wiederholt werden kann!

Ein Jahr lang ein und denselben Ring verwenden, jeweils nur mit einer Woche Pause, wobei der Ring in einer Box gelagert wird.

Der Ring ist noch nicht verfügbar, in der EU möglichwerweise überhaupt nie, aber in den USA und den Ländern Afrikas und Mittel-/Südamerikas demnächst schon.

Kinderlähmung (Polio) ist ausgerottet?

Denkste, muss man leider nach einem Artikel in der Ärztezeitung sagen! Wenn auch die neuesten Fälle in Papua-Neu Guinea aufgetreten sind, seitdem verlangt Australien einen Nachweis für einen ausreichenden Polio Impfschutz. Aus unserer Praxis können wir dazu leider nur sagen – viele haben keinen Impfschutz oder keinen Schutz mehr!

Also, Impfpass zur Vorsorge mitbringen, Kontrolle und durch uns schützen lassen. Ganz einfach.