Haftpflicht macht den freiberuflichen Hebammen und den geburtshilflich tätigen Ärzten den Garaus

Sicher schon gelesen, die Prämien für Hebammen, welche in der Geburtshilde tätig sind steigen schon wieder. Dieses betrifft immerhin über 2.600 Hebammen bundesweit. seit dem 1.7.2018 zahlen diese Hebammen 8.174€, wobei ca. 50% durch die Krankenkassen übernommen werden. Zum 1.7.2019 und 1.7.2020 werden diese Prämien jeweils erneut nach oben angepasst.

Bei der sehr schönen Pressedarstellung geht völlig unter, dass bundesweit gerade im nichtstädtischen Bereich Ärzte gibt welche die komplette Geburtshilde abdecken – s.g. Belegärzte. Für dies steigt der Beitrag ebenfalls kontinuierlich, mittlerweile sind es bei Neuverträgen über 60.000€!! Leider beteiligen sich die Kassen hier nicht an den Kosten. Wir werden also in Zukunft eine weitere Ausdünnung der Entbindungsmöglichkeiten erleben, weil mehr und mehr Hebammen und Beleger den Job aufgeben. Es lohnt sich nicht, oder andersherum – es kostet nur noch!

Verhütung mit einem Ring für ein Jahr?

Ein US-amrikanischer Hersteller hat einen vaginalen Verhütungsring entwickelt, welcher wie die bereits auf dem Markt befindlichen Ringe für 3 von 4 Wochen eines Monats vaginal verbleibt, eine Woche entnommen wird und dann für insgesamt ein Jahr dieser Rhytmus wiederholt werden kann!

Ein Jahr lang ein und denselben Ring verwenden, jeweils nur mit einer Woche Pause, wobei der Ring in einer Box gelagert wird.

Der Ring ist noch nicht verfügbar, in der EU möglichwerweise überhaupt nie, aber in den USA und den Ländern Afrikas und Mittel-/Südamerikas demnächst schon.

Kinderlähmung (Polio) ist ausgerottet?

Denkste, muss man leider nach einem Artikel in der Ärztezeitung sagen! Wenn auch die neuesten Fälle in Papua-Neu Guinea aufgetreten sind, seitdem verlangt Australien einen Nachweis für einen ausreichenden Polio Impfschutz. Aus unserer Praxis können wir dazu leider nur sagen – viele haben keinen Impfschutz oder keinen Schutz mehr!

Also, Impfpass zur Vorsorge mitbringen, Kontrolle und durch uns schützen lassen. Ganz einfach.

Vorbeugung einer Blasenentzündung

Seit mehreren Jahren ist bekannt, dass D-Mannose gerne als Prophylaxe bei wiederkehrenden Blasenentzündungen verwendet wird. D-Mannose ist ein Zucker, der Glucose nicht unähnlich, wird aber vom Körper kaum verstoffwechselt. Aus dem Jahre 2013 gibt es zwei Studien, welche beweisen sollen, dass eine vorbeugende Einnahme dieses Stoffes gegen gehäufte Blasenentzündungen hilft. Die Power der beiden Studien erscheint aber recht schwach, die Ergebnisse nicht ausreichend im Kontext des Designs diskutiert.

Also als Fazit, möglich wäre es, aber eine klare Empfehlung sicher nicht. Zusätzlich kommen in einem erheblichen Anteil des Studienkollektives Nebenwirkungen vor, welche gerne unterschalgen (Naturstoff, etc.)

 

Enttäuschter Traum

Sie kennen das? Blasenentzündung und die Vorbeugung durch Cranberry? Für alle, die immer noch daran glauben – geht leider nicht! Schon 2012 konnte man leider lesen, dass diese Substanz sich nicht für eine vorbeugende Anwendung bei gehäuften Blasenentzündungen eignet. Link: Dabei dämmte im Labor ein Extrakt von Cranberries schon das Wachstum von Bakterien ein, leider lässt sich das wohl nicht auf das „echte Leben“ übertragen.

Ein wunderschöner Moment

Stillen ist sicherlich einer der schönsten Momente für eine Frau nach den Bindung. Auch wenn viele von Problemen und Schmerzen geplagt werden, halten es viele Frauen mittlerweile sogar zum Teil mehrere Jahre durch. Natürlich wird nicht voll gestillt, das Kind wird also nicht Jahre lang ausschließlich von Muttermilch ernährt, jedoch manche Frauen schaffen dieses auch bis zu einem Jahr.

Dazu gibt es, wie wir meinen, einen wunderschönen Artikel im Spiegel online.

Ist das mütterliche Scheidensekret für das Kind wichtig?

Interessante Frage und Studie, welche durch den Chef der Universitätsfrauenklinik Frankfurt durchgeführt wird. Daten, welche einen zum handeln zwingen gibt es noch nicht, Prof. Louwen erwartet diese in 4-6 Jahren. Dass Kindern nach Kaiserschnitt eine andere Darmbesiedelung haben, als natürlich geborene Kinder ist jedoch schon länger bekannt.

Quelle: