In Kürze werden wir eine interessante Neuigkeit für die Kommunikation zwischen der Praxis und unseren Patientinnen anbieten. Schauen Sie doch mal wieder rein, bald ist es soweit.
Ihr Praxisteam
Neuigkeiten aus der Medizin, nicht nur aus der Frauenheilkunde
In Kürze werden wir eine interessante Neuigkeit für die Kommunikation zwischen der Praxis und unseren Patientinnen anbieten. Schauen Sie doch mal wieder rein, bald ist es soweit.
Ihr Praxisteam
Klar, natürlich, haben wir doch gehört. Schön, dass auf alle Kassenversicherten demnächst neue Kosten zukommen werden. Die Preise für einige Medikamente können steigen, da die Hersteller zu den z.T. Dumpingpreisen der Rabattaktionen der Kassen nicht mehr produzieren können (oder wollen). Folge? Es werden mehr Medikamente zuzahlungspflichtig, bedeutet für die Versicherten zusätzliche Kosten. Bei Menschen, welche viele Medikamente einnehmen müssen, könnten das ggf. 100€ oder mehr im Jahr ausmachen.
Bislang haben wir ja nur mitbekommen, dass Medikamente in Deutschland vom Markt genommen wurden. Haben Sie noch nicht gemerkt? Selbst die Gynäkologen spüren das, dass nicht alle Medikamente, welche bislang verordnet wurden, verfügbar sind.
Einmal im Jahr kommen von Bundesamt für Statistik neue Daten zu allen Lebenslagen in die Presse, so auch Anfang März die Zahlen über Schwangerschaftsabbrüche 2017. Die traurigen Nachricht: Es sind 2.5% mehr als 2016, in Zahlen etwas 2.500.
Die Gründe dafür blieben dieselben, die Altersverteilung ist immer noch ähnlich, nur die Zahlen gingen nach oben. Warum? Gerade seitdem die „Pille danach“ für einen direkten Zugriff in der Apotheke oder einer Ambulanz problemlos verfügbar geworden ist, stimmt die Zahl traurig. Wo liegt das Versagen, dass, obwohl bessere Verhütungsmöglichkeiten und/oder schnellere Zugriffsmöglichkeiten eine Schwangerschaft verhindern helfen könnten, mehr Abbrüche vorkommen? Für unsere Praxis kann ich sagen, dass wir erstaunlicherweise seit 2016 abnehmende Besuchszahlen zur Beratung nach einem „Unfall“ haben, obwohl wir dafür notfallmäßig zur Verfügung stehen.
Sie kennen die Diskussion über eine wohnortnahe Versorgung? Sie kennen die Mitteilungen in der Presse und den sonstigen sozialen Medien über die schlechter werdende medizinische Versorgung in der Fläche? Sie wissen dadurch natürlich auch, dass nur die Geldgeier – genannt Ärzte – die Verursacher dieser Misere sind?
Ich hoffe nicht, dass Sie dann durch diesen schönen Artikel in der Ärzte-Zeitung verunsichert werden. Die AOK befürwortet eine Ausdünnung der Zahl der Krankenhäuser, ein Gesundheitsökonom befürwortet die Schaffung von mehr „Portalpraxen“, nichts anderes ist in Summe eine weitere Konzentration von medizinischen Leistung auf weniger Standorte. Ganz klar also eine Ausdünnung der Flächenversorgung!
So sieht die gewünschte Realität aus, auch wenn gerne in den Medien von völlig anderen Vorstellungen geredet oder vorgejammert wird!
Gerne werden wir von der SPD oder auch anderen Parteien daran erinnert, dass Deutschlands Gesundheitssystem doch im Vergleich extrem teuer ist. Ist dem denn tatsächlich so?
Die EU kann man gerne schelten, aber diese liefert auch öffentlich zugängliche Daten. Siehe da, Deutschland ist sicher nicht gerade „billig“, was die Gesundheitsausgaben angeht, aber gerade Länder, in denen die „Bürgerversicherung“ oder die steuerfinanzierte Umlage auch alle Bürger als großes soziales Plus gilt, sind z.T. erheblich teurer.
Gab z.B. Deutschland 2014 3973€/Bürger und Jahr aus, sind es in den Niederlanden (dem Heilsbringerland der Gesundheitspropheten) bereits 4.297€/Bürger und Jahr und z.B. in Schweden 4.966€/Jahr und Bürger. Selbst Irland und Dänemark sind da teurer als Deutschland. Bei Eurostat können Sie die Daten einsehen.
Alter Hut, oder? Amerikanische Wissenschaftler haben Daten der „Nurses Health Study“ und Health Professionals Follow-up Study, welche jeweils schon seit Jahrzehnten laufen und immer noch fortgesetzt werden, ausgewertet. Dabei wurden die Daten von 39 Lebensmittelgruppen genutzt, welche vorher mittels eines selbst entwickelten Index auf ein „Entzündungspotential“ überprüft. Diese Gruppen wurden dann noch in zwei Gruppen von insgesamt 18 Lebensmittelpositionen von Gruppen mit hoher oder niedriger Potenz eingeteilt.
Ein geringes Potential haben laut dem Score “ Bier, Wein, Fruchtsäfte, Karotten, süße Kartoffeln, grünes Gemüse und Pizza“, ein hohes Potential haben „Rotes und verarbeitetes Fleisch, bestimmten Gemüsearten, Fisch, Tomaten und Erfrischungsgetränke wie Cola“
Der Ergebnisse überraschen. Männer haben ein um 44% erhöhtes Risiko an Darmkrebs zu erkranken, Frauen ein um 22% erhöhtes Risiko.
Interesant dann das Thema Alkohol. Männer mit der Angabe kenen Alkohol zu trinken, hatten ein 68% höheres Risiko an Darmkrebs zu erkranken, als diejenigen, welche Alkohol trinken. Bei Frauen fiel der Unterschied mit 33% nicht ganz so krass aus.
Als vorläufiges Fazit nennen die Autoren der Studie, welche im JAMA veröffentlich wurde, dass durch – oh Wunder – die Krebshäufigkeit durch Ernnährungsgewohnheiten beeinflussbar sein könnten.
Einschränkungen dieser Studie sind für mich: Es wurde alles durch Fragebögen erfasst, die Lebenserwartung durch Übergewicht, Alkoholismus, Diabetes etc. waren kein Thema und sind in den 26 Jahren sicher genauso wichtig gewesen.
Speziell bei der Nurses Health Study haben die Gynäkologen bezüglich der Datenqualität und/oder Analyse schon ihre Erfahrungen gemacht. Mit der ersten Datenanalyse wurde 2003 die Hormonersatztherapie „verteufelt“, erst 10 Jahre später wurde sich entschuldigt und die Ergebnisse in vielen Teilen revidiert.
Ein Kinderwunsch gilt als unerfüllt, wenn ein Paar ein Jahr lang regelmäßig Verkehr hat und darunter keine Schwangerschaft eintritt. Die WHO hat inoffiziell diese Definition geteilt in zwei Altersgruppen. Bei Paaren, bei den Sie >35 ist, spricht die WHO bereits nach 6 Monaten erfolglosem Versuchen davon. Dieses bildet sich bislang jedoch nicht in den Ländern z.B. der EU ab. Dabei wäre zu bedenken, dass regelmäßiger Verkehr auch 1-2/Woche in jeder Woche und jedem Monat gemeint ist und nicht der Klassiker des „Kapitäns zur See“ mit 1x/Jahr.
Zur Beruhigung vielleicht einige wenige Zahlen:
Paare können bereits, bevor sie sich Sorgen machen, gewisse Dinge selber in die Hand nehmen und optimieren, dazu hier der Beitrag auf unserer Seite: Weiterhin sind die Einnahme von Folsäure und die Abklärung des Impfstatus wichtig, übrigens auch vom Partner!
Wenn es dann nach der gegebenen Zeit nicht geklappt haben sollte, kommt eine Abklärung der Ursache(n) im Sinne eines Stufenschemas zum Tragen.
Zunächst eine Anamnese, also Erfragung der näheren Details wie Zyklushäufigkeit,-Dauer,-Stärke,-Schmerzhaftigkeit etc.. Häufigkeit des Verkehrs, Erfragung von bislang erfolgten speziellen Untersuchungen und Ergebnissen, Selbstkontrolle des Zyklus etc.
Dann eine normale Routineuntersuchung, Abstrich, ggf. Vaginalultraschall, falls in der Vergangenheit im Rahmen des normalen Besuches nicht bereits erfolgt.
Falls bislang nicht erfolgt, Untersuchung einiger weniger Hormonwerte inkl. der Schilddrüse, Aufforderung des Partners zur Spermiogrammanalyse bei einem zertifizierten Urologen.
Zu guter letzt dann eine operative Untersuchung der Gebärmutter und die Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter. Interessanterweise werden innerhalb der ersten drei Monate nach diesem Eingriff deutlich mehr Paar schwanger als sonst im vergleichbaren Zeitraum.
Je nachdem, wie die Ergebnisse ausgefallen sind, sind verschiedene Therapieansätze möglich.
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