Was soll das?

Was klamm, heimlich und leise beschlossen wurde, wird zum maximalen Ärgernis für die Frauenärzte.

So knapp vor kurz wurde beschlossen, dass Frauen ohne Gebärmutter (und ohne Gebärmutterhals) ab sofort keinen Vorsorgeabstrich mehr im Rahmen der üblichen Krebsvorsorge bekommen! Einzige Ausnahme sind Frauen, bei denen bereits in der Vergangenheit auffällige Abstriche vorlagen und natürlich weiter kontrolliert werden müssen.

Dieses stellt eine absolute Frechheit gegenüber den Frauen dar und stürzt die Frauenärzte und Frauenärztinnen in ein Dilemma. Wir sollen nun den Frauen erklären, das ab sofort ein Abstrich überflüssig ist? Haben sich die Entscheider mal überlegt, wie das rüber kommt??
Viele Patientinnen werden glauben, dass diese Entscheidung eine Insellösung des Gynäkologen ist, welcher damit Geld sparen wird. Eine Unverfrorenheit, dass diese Situation nicht kommuniziert wird und den Frauen nicht einmal die Möglichkeit geboten wird, selbsttätig zu entscheiden, ob Sie die Diagnostik ggf. auf eigene Kosten machen lassen wollen oder nicht.

Propaganda und Krebsvorsorge

Ab 01.01.2020 kommt, wie wir schon informiert haben, die neue Krebsvorsorge des Gebärmutterhalskrebses.

Leider werden dazu Informationen gestreut, welche nicht immer ganz korrekt sind. Natürlich ist es so, dass diese Änderungen das Thema Abstrich betreffen, die klassische Vorsorge mit der entsprechenden Untersuchungen bleibt davon unberührt. Wenn also eine Kasse oder „wer auch immer“ behauptet, ab sofort ist ein Besuch des Frauenarztes bei einem Alter >35 zur Vorsorge  nur noch alle drei Jahre möglich, dann ist das glatt gelogen!

Lassen Sie sich also nicht verunsichern!