Neuer Service in der Praxis

Nach Ostern führen wir Stück für Stück einen neuen Service für unsere Patientinnen ein. Eine App, mit der Sie Terminerinnerungen von uns bekommen können (selbst für Termine, welche ein Jahr im Voraus gemacht wurden), Informationen direkt von der Praxis und auch mit der Praxis kommunizieren können. Dieser Service gilt zunächst nur für unsere Bestandspatientinnen, ist aber ausweitbar. In zukunft bieten wir ggf. auch noch eine Videosprechstunde, z.Zt. jedoch ist das noch Zukunftsmusik.

Laden Sie die auf Ihr Smartphone und nutzen Sie den Service.

So funktioniert das Ganze, bitte den Link folgen: Hier

Die App ist kostenfrei im App Store für Android oder IOS (Apple) verfügbar.

Neuigkeiten!

In Kürze werden wir  eine interessante Neuigkeit für die Kommunikation zwischen der Praxis und unseren Patientinnen anbieten. Schauen Sie doch mal wieder rein, bald ist es soweit.

Ihr Praxisteam

Alles wird besser unter der neuen Regierung

Klar, natürlich, haben wir doch gehört. Schön, dass auf alle Kassenversicherten demnächst neue Kosten zukommen werden. Die Preise für einige Medikamente können steigen, da die Hersteller zu den z.T. Dumpingpreisen der Rabattaktionen der Kassen nicht mehr produzieren können (oder wollen). Folge? Es werden mehr Medikamente zuzahlungspflichtig, bedeutet für die Versicherten zusätzliche Kosten. Bei Menschen, welche viele Medikamente einnehmen müssen, könnten das ggf. 100€ oder mehr im Jahr ausmachen.

Bislang haben wir ja nur mitbekommen, dass Medikamente in Deutschland vom Markt genommen wurden. Haben Sie noch nicht gemerkt? Selbst die Gynäkologen spüren das, dass nicht alle Medikamente, welche bislang verordnet wurden, verfügbar sind.

Schwangerschaftsabbrüche 2017

Einmal im Jahr kommen von Bundesamt für Statistik neue Daten zu allen Lebenslagen in die Presse, so auch Anfang März die Zahlen über Schwangerschaftsabbrüche 2017. Die traurigen Nachricht: Es sind 2.5% mehr als 2016, in Zahlen etwas 2.500.

Die Gründe dafür blieben dieselben, die Altersverteilung ist immer noch ähnlich, nur die Zahlen gingen nach oben. Warum? Gerade seitdem die „Pille danach“ für einen direkten Zugriff in der Apotheke oder einer Ambulanz problemlos verfügbar geworden ist, stimmt die Zahl traurig. Wo liegt das Versagen, dass, obwohl bessere Verhütungsmöglichkeiten und/oder schnellere Zugriffsmöglichkeiten eine Schwangerschaft verhindern helfen könnten, mehr Abbrüche vorkommen? Für unsere Praxis kann ich sagen, dass wir erstaunlicherweise seit 2016 abnehmende Besuchszahlen zur Beratung nach einem „Unfall“ haben, obwohl wir dafür notfallmäßig zur Verfügung stehen.

Glauben Sie Ihrer Kasse?

Sie kennen die Diskussion über eine wohnortnahe Versorgung? Sie kennen die Mitteilungen in der Presse und den sonstigen sozialen Medien über die schlechter werdende medizinische Versorgung in der Fläche? Sie wissen dadurch natürlich auch, dass nur die Geldgeier – genannt Ärzte – die Verursacher dieser Misere sind?

Ich hoffe nicht, dass Sie dann durch diesen schönen Artikel in der Ärzte-Zeitung verunsichert werden. Die AOK befürwortet eine Ausdünnung der Zahl der Krankenhäuser, ein Gesundheitsökonom befürwortet die Schaffung von mehr „Portalpraxen“, nichts anderes ist in Summe eine weitere Konzentration von medizinischen Leistung auf weniger Standorte. Ganz klar also eine Ausdünnung der Flächenversorgung!

So sieht die gewünschte Realität aus, auch wenn gerne in den Medien von völlig anderen Vorstellungen geredet oder vorgejammert wird!

Deutschland teures Gesundheitsland?

Gerne werden wir von der SPD oder auch anderen Parteien daran erinnert, dass Deutschlands Gesundheitssystem doch im Vergleich extrem teuer ist. Ist dem denn tatsächlich so?

Die EU kann man gerne schelten, aber diese liefert auch öffentlich zugängliche Daten. Siehe da, Deutschland ist sicher nicht gerade „billig“, was die Gesundheitsausgaben angeht, aber gerade Länder, in denen die „Bürgerversicherung“ oder die steuerfinanzierte Umlage auch alle Bürger als großes soziales Plus gilt, sind z.T. erheblich teurer.

Gab z.B. Deutschland 2014 3973€/Bürger und Jahr aus, sind es in den Niederlanden (dem Heilsbringerland der Gesundheitspropheten) bereits 4.297€/Bürger und Jahr und z.B. in Schweden 4.966€/Jahr und Bürger. Selbst Irland und Dänemark sind da teurer als Deutschland. Bei Eurostat können Sie die Daten einsehen.

Krebsvorbeugung durch Ernährung?

Alter Hut, oder? Amerikanische Wissenschaftler haben Daten der „Nurses Health Study“ und Health Professionals Follow-up Study, welche jeweils schon seit Jahrzehnten laufen und immer noch fortgesetzt werden, ausgewertet. Dabei wurden die Daten von 39 Lebensmittelgruppen genutzt, welche vorher mittels eines selbst entwickelten Index auf ein „Entzündungspotential“ überprüft. Diese Gruppen wurden dann noch in zwei Gruppen von insgesamt 18 Lebensmittelpositionen von Gruppen mit hoher oder niedriger Potenz eingeteilt.

Ein geringes Potential haben laut dem Score “ Bier, Wein, Fruchtsäfte, Karotten, süße Kartoffeln, grünes Gemüse und Pizza“, ein hohes Potential haben „Rotes und verarbeitetes Fleisch, bestimmten Gemüsearten, Fisch, Tomaten und Erfrischungsgetränke wie Cola“

Der Ergebnisse überraschen. Männer haben ein um 44% erhöhtes Risiko an Darmkrebs zu erkranken, Frauen ein um 22% erhöhtes Risiko.

Interesant dann das Thema Alkohol. Männer mit der Angabe kenen Alkohol zu trinken, hatten ein 68% höheres Risiko an Darmkrebs zu erkranken, als diejenigen, welche Alkohol trinken. Bei Frauen fiel der Unterschied mit 33% nicht ganz so krass aus.

Als vorläufiges Fazit nennen die Autoren der Studie, welche im JAMA veröffentlich wurde, dass durch – oh Wunder – die Krebshäufigkeit durch Ernnährungsgewohnheiten beeinflussbar sein könnten.

Einschränkungen dieser Studie sind für mich: Es wurde alles durch Fragebögen erfasst, die Lebenserwartung durch Übergewicht, Alkoholismus, Diabetes etc. waren kein Thema und sind in den 26 Jahren sicher genauso wichtig gewesen.

Speziell bei der Nurses Health Study haben die Gynäkologen bezüglich der Datenqualität und/oder Analyse schon ihre Erfahrungen gemacht. Mit der ersten Datenanalyse wurde 2003 die Hormonersatztherapie „verteufelt“, erst 10 Jahre später wurde sich entschuldigt und die Ergebnisse in vielen Teilen revidiert.