Diese Vorgehensweise unserer bundesrepublikanischen Gesundheitsministerin ist typisch für die Bundesrepublik, leider muss man das so äußern.
Ein komplexes Konstrukt, zugegebenermaßen mäßig effektiv funktionierend, wird zerschlagen, oder zumindest wird begonnen, dieses zu tun, ohne sich, bevor man die Axt an den Baum legt, zu überlegen, welches Ersatzkonstrukt für alle Beteiligten sinnvoll, kostengünstiger und effektiv sein könnte.
Eine oder mehrere Generationen von zukünftigen Medizinern schaut auf diese Planlosigkeit, welche durchaus die Entscheidung über die zukünftige Form der Berufswahl eine Auswirkung haben wird.
Jede Familie, die einen Mediziner oder eine Medizinerin in der Niederlassung oder im Krankenhaus in der Familie hat, wird ab sofort mit negativer Meinung bezüglich einer Beschäftigung im Gesundheitswesen überflutet, auch wenn dieses möglicherweise etwas zu schwarz gemalt ist.
Die Folge wird sein, dass der Arztberuf erheblich an Attraktivität verlieren wird, der Nachwuchs ausbleibt, selbst ein bestens geplanter Umbau aufgrund der fehlenden Fachkräfte problematisch werden wird, da diese Generationen keine verlässliche Zukunftsplanung erwartet.
Zusätzlich wird die Altersgeneration 60+, soweit finanziell möglich, sich schleunigst vom Acker machen, da unter diesen Bedingungen noch weniger eine vernünftige Berufsausübung möglich sein wird.
Frau Warken erreicht damit, dass nicht nur durch Einschränkungen der Präsenz, sondern durch personelle Engpässe das Angebot an unverzichtbaren medizinischen Leistungen drastisch reduziert werden wird. Sowohl ambulant, wie auch stationär. Das ist für verzichtbare Leistungen und Arztbesuche sicherlich uninteressant, der Kollateralschaden wird jedoch erheblich sein.
Frau Warken sollte daher so ehrlich sein, der Bevölkerung mitzuteilen, dass das System „Abrissbirne“ gewünscht ist, damit der Zutritt zu Ärzten in Deutschland eingeschränkt wird und hin zu einem System wie zum Beispiel in den nordischen Ländern oder in den Beneluxstaaten um und aufgebaut wird.
Am Ende mag dieses durchaus effizient und ausreichend oder sogar gut sein, da aber alle Zwischenschritte aufgrund fehlender Planung wegfallen, ist eine chaotische Situation fast vorprogrammiert. Die Leidtragenden sind alle Menschen in Deutschland, auch die Privatversicherten, da ganz einfach komplette Arztpraxen ausfallen werden.

