Vielen Dank!

Liebe Patientinnen, die erste Woche, in der wir „fast“ normal arbeiten neigt sich dem Ende zu. Wir möchten uns bei allen, die so toll mitgearbeitet haben, dass der Ablauf so reibungsarm ging, bedanken!

Wir haben ganz tolle Self-made Masken gesehen und waren überrascht, wieviele von Ihnen bereits wie ein eingespieltes Team eines Krankenhauses mit dem Thema Schutz und Hygiene umgegangen sind.

Wir hoffen weiterhin auf eine coronafreie Zeit bei Ihnen und uns und auf einen weiterhin besser werdenden Verlauf in dieser Krise.

Wir haben jetzt „normale“ Sprechzeiten, lediglich die Anzahl der Menschen in unserer Praxis ist noch eingeschränkt. Alle haben begrenzte Platzressourcen, wir auch. Sobald wir – gerade für unsere schwangeren Patientinnen – problemlos auch die Partner dazu bitten können, informieren wir Sie umgehend. Das ist alles nur eine Frage der Zeit.

Ab dem 20.04.2020 lockern wir uns

Nachdem wir fast vier Wochen nur eine Rumpfpraxis betrieben haben, nutzen wir die Erfahrungen der letzten Wochen um neu zu starten. Nicht sofort Alle und Alles, aber wir versuchen ein Stück weit Normalität einkehren zu lassen.

Keine Normalität ist natürlich weiterhin, dass alle Mitarbeiterinnen und auch wir beide vom ärztlichen Team, mit Masken und auch mit Handschuhen verkleidet sind. Die Einen anhaltend, die Anderen zeitweise. Das würde wir Ihnen auch raten: Wenn es Ihnen möglich ist, schützen Sie uns und sich selbst mittels einer Maske (sofern vorhanden) oder eines Schals. Die typische Desinfektion und ähnliche Möglichkeiten bieten wir in der Praxis.

Keine Normalität wird auch sein, dass sich kaum mehr als 4-5 Patientinnen gleichzeitig in den Praxisräumen verteilt aufhalten werden (dürfen). Das bedeutet für Sie direkt, dass Sie ggf. nach Eintritt in die Praxis und der ersten Kontaktaufnahme noch einmal „in den Park“ geschickt werden, um Sie dann kurzfristig wieder herein zu bitten.

Bitte haben Sie dafür Verständnis.

Hier noch einmal unsere Bitte des Verhaltens in der Praxis zum Download.

Hätte es in Europa soweit kommen müssen ?

In Europa (und auch in den USA) hat nach der Datenlage Coronaerheblich heftiger zugeschlagen, wie z.B. im – wahrscheinlichen – Ursprungsland China.  Lassen wir einmal Menschenrechte und andere Diskussionsthemen beiseite und betrachten nur den Zeitpunkt und das Vorgehen zum jeweiligen Zeitpunkt, muss man leider sagen, dass die meisten Regierungen völlig inakzeptabel reagiert haben. Sie hätten früher, schneller und umfangreicher reagieren können, hätten Sie nur auf der Fachwelt verfügbaren Literatur vertraut.
Einen sehr kritischen Artikel mit dem bisherigen Verlauf finden Sie aus der Schweiz – hier: Interessant ist ebenso ein Interview mit Professor Vogt, nachdem der Artikel viel Wirbel gemacht hat. Dieses finden Sie hier:

Lockerung der Situation?

Um genau zu sein, wir wissen es nicht. Weder gibt es z.Zt. Daten über ein Vorgehen allgemein, noch gibt es Daten über das kurzfristige Vorgehen im Gesundheitswesen.

Sie können Termine bei uns machen, aktuell werden wir aber weiterhin die Sprechzeiten so gestalten (müssen), dass wir sowohl weiterhin in Teams arbeiten können, als auch durch die Reduktion der Anzahl von Patientinnen in der Praxis Sie alle möglichst vor einem Ansteckungsrisiko schützen können. In direktem Kontakt können sie gerne Masken tragen, Handschuhe sind auch bei uns nicht sinnvoll, wir haben genügend Seife und Desinfektionsmittel.

Sobald wir wieder durchstarten können, erfahren Sie dieses hier oder per Facebook/Twitter.

Beschäftigungsberbot für Schwangere in bestimmten Berufen aufgrund von Corona

Das hessische Ministerium für Soziales und Intergration (HMSI) hat ein Merkblatt herausgegeben, inwelchen im Zusammenhang mit Corona verschiedene Tätigkeiten von schwangeren Frauen untersagt werden, bzw. diese umgesetzt werden müssen.

„Tätigkeiten mit direktem Publikumsverkehr. Hierzu gehört z.B. der Verkauf in Apo-theken, im Einzelhandel und an Tankstellen.
Tätigkeiten im Außendienst. Hierzu gehören z.B. Behörden, Personentransport, Hand-werker, Lieferdienste“
Hier finden Sie das Merkblatt für sich und Ihre Arbeitgeber.

Zahlen, Daten, Fakten?

Wir alle (ja auch die meisten Ärzte) schauen jeden Tag auf die Meldungen, welche uns die neuesten Zahlen zu Corona liefern. Zu diesen Meldungen fällt mir jedesmal aber eine ganze Reihe von Fragen ein, welche ich in den verschiedensten Artikel nicht beantwortet bekomme. Haben Sie dazu Informationen bekommen?

Mich würde interessieren:

  • Wieviele Test werden in den einzelnen Bundesländern (in D gesamt) täglich gemacht? Bedeutet, wieviele der täglichen Tests sind unauffällig?
  • Wenn „zu früh“ gestestet wurde, werden Folgetest erfasst oder nicht durchgeführt?
  • Wenn in der Statistik Corona „Todesfälle“ steht, sind das Menschen mit positivem Test oder welche die an Corona gestorben sind? Also mit oder aufgrund von Corona?
  • Woher kommt die Zahl der Genesenden? Werden alle positiv gestesteten nach 2-3 Wochen wieder zur Kontrolle einbestellt, oder geht man einfach davon aus, dass alle die nicht verstorben sind, nach 3 Wochen gesund sind?
  • Wenn wir (Stand 06.04.2020) eine Verdopplungszeit von ca. 10 Tagen haben, würde das bedeuten, dass nach Ostern 200Tsd Menschen und Ende April 400Tsd Menschen positiv gestetet wären (wenn man die Menge an Tests beibehält). Das bedeutet aber auch, dass das Risiko sich anzustecken, ebenso steigt und nicht sinkt, weil wir eine höhere Chance haben, auf jemden zu treffen, der zwar infiziert ist, aber keine Symptome hat! Warum diskutieren wir über die Lockerung einer Ausgangssperre (Abgesehen von den sozialen und wirtschaftlichen Folge – klar)?

Schönes Wochenende

Wir von der Praxis wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Bleiben Sie gesund, wir konnten bislang zum Glück keinen, wie auch immer gearteten, Krankheitsfall verzeichnen.

Nur ein Tipp an alle, welche sich in Gebäuden mit Fahrstühlen aufhalten: Es ist wenig sinnvoll mit Maske und Latexhandschuhen rumzulaufen, dann aber verzichtbare Wege mittels Fahrstuhl im Gedränge zu bewältigen. Das Treppenhaus ist in diesem Fall sicher gesünder :).