Schwangere – Achtung Hitze!

In den kommenden Tagen hat der Wetterbericht Temperaturen bis über 40 °C angekündigt. Diese Hitze ist für alle eine erhebliche Herz-kreislaufbelastung, speziell aber für (Hoch-)Schwangere.

Da wir alle bei diesen Temperaturen sehr schwitzen, ist die natürliche Reaktion viel zu trinken. Das ist auch korrekt, aber besonders Schwangere sollten darauf achten, dass sie nicht nur Leitungswasser oder stilles Wasser trinken, sondern dieses Wasser ausreichend Elektrolyte enthält. Wasser alleine reicht nicht aus! Falls sie sich nicht sicher sind, besorgen Sie sich in der Drogerie, in einem Supermarkt oder in der Apotheke eine Elektrolytlösung und fügen Sie diese dem Wasser hinzu.

2018 sind einige hochschwangere Frauen im Bürgerhospital stationär behandelt worden, weil diese korrekt viel getrunken hatten, leider fehlte der Flüssigkeit entsprechend der Mineralanteil. Dieses führte irgendwann dazu, dass sie ein Kreislaufversagen bekommen hatten.

Bleiben Sie im Kühlen, eventuell daheim, wenn es geht. Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen, speziell in direkter Sonne.

Masern Impfpflicht kommt

Wie schon mehrfach geschrieben, forderte das Bundesgesundheitsministerium eine generelle Impfpflicht gegen Masern. Dieses schliesst auch eine Pflicht gegen Erkankungen mit ein, welche bei einem Mehrfachimpfstoff mit erfasst würden. In Deutschland gibt es keinen Einzelimpfstoff gegen Masern.

Geplant ist der Start des Gesetztes im März 2020, damit alle Schulanfänger nach der Sommerpause geimpft sein könnten. Da gibt es auch bereits eine erste Lücke. Da wir in Deutschland eine Schulpflicht haben, können Kindern die Schulbesuche ohne korrekte Impfung nicht verwehrt werden. Jedoch können die Eltern mit Bußgeldern belegt werden. Die Bußgelder betragen bis zu 2.550€ pro Fall,  beachtenswert ist das „bis zu“.

Für unseren Teil glauben wir nicht, dass dieses Initiative etwas helfen wird, da der Personenkreis, welcher sich nicht impfen lassen möchte auch bislang durch Argumente nicht erreicht werden konnte.

Des weiteren ist es etwas unsinnig, dass wichtige Erkrankungen, gerade bei Kontakt mit Schwangeren, wie z.B. Röteln, Keuchhusten oder Hepatits B nicht einmal erwähnt werden. Das erschliesst sich nun wirklich nicht.

Was wünschen sich Patienten?

Unser Bundesgesundheitsminister Spahn kennt die Wünsche wohl genau.

Digitalisierung ist wichtig, Apps für ein Smartphone sind wichtig und eine Erreichbarkeit per Videosprechstunde ist wichtig. Glauben Sie nicht?

Dann einfach mal Spiegel Online lesen.

Falls es unserem BGM entgangen sein sollte, ein Großteil der genannten Zielgruppe hat entweder kein Smartphone, lässt dieses von den Kindern oder Enkeln einrichten oder hat außer Messenger Apps keine weiteren Apps auf dem Telefon.

Diese Zielgruppe hat auch zu Hause häufig keinen Rechner oder Notebook mit Kamera oder Mikrofon, oder kann oder will diesen nicht bedienen.

Warum ist das für Ärzte z.Zt. unattraktiv? Sie bekommen mal wieder ein Budget, soll bedeuten, eine maximale Summe Geld. Die Menge ist absichtlich so gering, dass nach 48 Videokontakten im QUARTAL das Geld futsch ist. Wir reden hier von 4,33€ pro Telefonat und maximal 205€ im gesamten Quartal für alle Telefonate. Die Bezahlung ist übrigens unabhängig von der Dauer der Beratung und kann auch nur einmalig im Quartal pro Patient abgerechnet werden. Dafür benötigt er die Technik und eine gute Datenleitung.

Vorher muss die schriftliche Einverständniserklärung vorliegen, außerhalb der Praxiszeiten von zu Hause aus ist ein Videotelefonat für den Arzt nicht möglich, da es in „seriöser“ Umgebung erfolgen muss. Alles ganz einfach und übersichtlich?

Kommen wir zum Thema Sicherheit der Apps. Auch die auf dem Markt befindlichen Apps der Krankenkassen „kranken“ teilweise an einem Datenaustausch mittels Datendienstleistern aus dem Ausland. Dieses geschieht ohne Zustimmung der Nutzer. Soll jetzt ein Patient dieser Unsicherheit zustimmen?

Der BGM ist auch der Meinung, dass Patienten Ärzte, welche nicht digital auf der Höhe sind, nicht ernst nehmen. Also, ich für meinen Teil nehme Ärzte sehr ernst, welche komplett analog gute Behandler sind, IT ist da erst einmal zweitrangig.

Die USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Ein schönes Beispiel, wie sozial die USA sind, ist das Thema Mutterschutz. Es gibt bis heute keine staatenübergreifende Mutterschutzregelung, die Frauen die entbunden haben, einen gewissen Zeitraum ohne Verlust ihres Arbeitsplatzes oder des Gehaltes daheim zu bleiben.

Tolle Wurst, wenn Familien nach wenigen Tagen oder Wochen bereits sich darum kümmern müssen, wie sie Familie, Neugeborenes und Beruf unter einen Hut bekommen müssen.

Einen Bericht dazu hier in Zeit online:

Interessante Fortbildung

Heute und morgen findet in der Nationalbibliothek eine interessante Fortbildung für Gynäkologen und Kinderärzte statt.

Auch wenn es langweilig klingt für alle Raucherinnen unter den Schwangeren. Erstes Fazit : Wenn in der Schwangerschaft und später geraucht wird, unbedingt später stillen!

Warum? Das Stillen reduziert die Häufigkeit späterer Lungenerkrankungen drastisch. Also, wenn geraucht wird, ist das Stillen umso wichtiger.

Ausklang der Woche

Männer haben kein „Bock“ auf Gummi, Frauen möchten ohne Hormone verhüten.

Da kommt doch eine App recht, welche eine extrem gute Verhütungssicherheit verspricht, gerade recht.

Die App „Natural Cycles“ verspricht unter gewissen Bedingungen genau das. Sicherheit (in Verbindung mit einem Thermometer) ohne Eingriffe oder Hormone.

Das Thema Verhütung ist aber ein so wichtiges, dass es erlaubt sein sollte, grundsätzlich kritisch mit Jubelmeldungen umzugehen.

Dieses macht ein Artikel auf Netzpolitik.org.

Wir finden, dass sich alle Frauen, welche planen umzusteigen, sich die schön herausgearbeiteten Pros und Cons anlesen, bevor eine Anwendung durchgeführt wird

Ein wunderschöner Moment

Stillen ist sicherlich einer der schönsten Momente für eine Frau nach den Bindung. Auch wenn viele von Problemen und Schmerzen geplagt werden, halten es viele Frauen mittlerweile sogar zum Teil mehrere Jahre durch. Natürlich wird nicht voll gestillt, das Kind wird also nicht Jahre lang ausschließlich von Muttermilch ernährt, jedoch manche Frauen schaffen dieses auch bis zu einem Jahr.

Dazu gibt es, wie wir meinen, einen wunderschönen Artikel im Spiegel online.